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Übungen


20m Sprint

Zur Ermittlung der Laufschnelligkeit muss der Proband eine 20m-Laufstrecke möglichst schnell durchlaufen. Hierbei werden die Laufzeiten über 5m, 10m und 20m gemessen und in die Auswertung mit einbezogen, wobei die 5m-Zeit Auskunft über die Antrittsfähigkeit, die 10m-Zeit über das Beschleunigungsvermögen und die 20m-Zeit über die Aktionsschnelligkeit geben.
Bei der Ausführung des Tests wird an einer Startlinie, die sich einen halben Meter (50cm) vor den Startlichtschranken befindet, mit einem vorderen Fuß, der die Linie zumindest berühren muss, Aufstellung genommen. Nach Aktivierung der Lichtschranken durch den Testleiter kann der Proband jederzeit und ohne ein Startsignal lossprinten. Zu beachten ist, dass das Ziel nicht die Lichtschranke bei 20m ist, sondern es bei 25m durch aufgestellte Pylonen liegt. Es werden maximal drei Läufe gewertet, wobei das beste Ergebnis in die Endauswertung kommt.

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Shuttle Run

Der Richtungswechselsprint dient zur Erfassung der Fähigkeit zur Sprint-Beschleunigung und Gewandtheit. Die Vorgabe ist, dass eine spezielle Laufstrecke  (7m-4m-4m-4m-7m) mit 4 x 180° Wendungen innerhalb von zwei Lichtschrankenpaaren möglichst schnell bewältigt werden soll.  Die Ausführungsform sieht so aus, dass die Wendemarkierungen (deutlich sichtbare Klebestreifen) jeweils mit einem Fuß überschritten oder zumindest berührt werden müssen. Dabei darf für die Ausführung der Wendungen nicht immer derselbe Fuß verwendet werden, sondern abwechselnd der rechte und dann der linke oder in umgekehrter Reihenfolge. Ein Berühren des Bodens mit der Hand ist bei korrekter Bewegungsdurchführung erlaubt. Das erzielte Ergebnis lässt auf einen hohen Grad an Gewandtheit schließen, da die Aufgabenstellung hochgradig koordinativ ist (Zeitpunkt des Abbremsens, 180° Wenden und Impulsumsetzung für Beschleunigung).

 

 

 

Tapping

Der Tappingtest ist die beste Testform, um die Fähigkeit zur kleinräumigen, zyklischen Bewegungsschnelligkeit zu überprüfen. Hierbei handelt es sich beim Tapping in hohem Maße um eine nicht invasive Feststellung der „elementaren Schnelligkeitsvoraussetzung“ für all jene Sportarten, in denen kurze Kontaktzeiten, schnelle Bewegungen und Bewegungsfrequenzen eine große Rolle spielen.  Als Ausgangsposition gilt ein lockerer Stand auf der Bodenkontaktplatte und mittels eines sicht- und hörbaren Countdowns (4-3-2-1) wird der Startbeginn angekündigt. Bei Erscheinen der 1 (d.h. noch eine Sek. bis zur Messung) wird begonnen, mit höchster Frequenz die Füße abzuheben und wieder aufzusetzen (tappen). Dabei sollte weder die Platte verlassen noch die gelbe Mittellinie überschritten werden. Vorgabe ist, innerhalb von 3 Sekunden eine möglichst hohe Bewegungsfrequenz – gemessen in Hertz (Kontakte pro Sek.) – zu erzielen. In vier 3-Sekundenblöcken wird die höchste Beintappingfrequenz ermittelt. Aus eben dieser maximalen Bewegungsfrequenz und den realisierten Kontaktzeiten wird ein für die Auswertung und Interpretation wichtiger Koeffizient berechnet.

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Drop Jump

Für die Ermittlung der reaktiven Sprungfähigkeit wird der Drop Jump herangezogen. Neben der Messung der Bodenkontaktzeit bei Tiefsprüngen dient der Drop Jump auch in Kombination mit dem Tappingtest zur Bestimmung des Schnelligkeitsquotienten (SQ). Für diesen Test gibt sowohl genaue Durchführungsvorgaben als auch altersabhängige Höhen der Sprungpodeste, deren Bandbreite von 10 bis 30 cm liegt.

Nachdem auf einem stabilen Sprungpodest Aufstellung genommen worden ist, wird der Test mit der Vorgabe durchgeführt, dass

  • man sich vom Podest auf die Platte fallen lässt (kein Absprung nach oben)
  • die Bodenkontaktzeiten so kurz wie möglich gehalten werden
  • die Platte gleichmäßig belastet wird (kein Berühren der gelben Mittellinie)
  • mit gleicher Position wie beim Absprung am 2.Podest gelandet wird (kein offensichtliches Anziehen der Beine!)
  • die Arme in die Hüften gestützt werden müssen, da die Arme nicht als Schwungmasse dienen dürfen (keine Impulsübertragungen) und zwischen den Einzelsprüngen eine Pause von 6-10 Sekunden gegeben ist, welche durch das Zurücksteigen auf das Absprungpodest gewährleistet wird.

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Squat Jump

Der Squat Jump ist eine zur Sprungdiagnostik eingesetzte Sprungform, mit der die reine konzentrische (überwindende) Kraftfähigkeit getestet und analysiert werden kann. Dabei wird der Sprung aus einer selbst gewählten Hockstellung heraus ausgeführt und enthält aufgrund der fehlenden Ausholbewegung keine koordinativen Elemente. Die Arme sollen während der Bewegung nicht aktiv beteiligt sein und durch ein Anlegen an den Hüften jegliche Impulsübertragung verhindern. Ziel der Übung ist es, so hoch wie möglich zu springen. Wichtig bei diesem Sprung ist der Hinweis des Testleiters, dass eine (wenn auch nur geringe) Ausholbewegung aus der Hockstellung nach unten die Sprunghöhe bereits beeinflussen kann (positiv oder negativ, abhängig von der koordinativen Kopplungsfähigkeit). Das Ergebnis wäre somit aufgrund des Verbots jeglicher Ausholbewegungen bereits verfälscht. Als Leistungsindex dient beim Squat Jump die erzielte Sprunghöhe, welche meist mit Hilfe von Bodenkontaktplatten oder Kraftmessplatten gemessen werden.

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Match 4 Point

Der TDS – Match 4-point ist ein Reaktionstest, der zwar im Bereich der Sinneswahrnehmung Einfachreaktionen (in diesem Fall optisch) beinhaltet, im Bezug auf den Anteil der motorischen Komponente aber sehr komplex ist. Wie bei allen Reaktionstests wird auch beim Match die Zeit von der Reizsetzung (Erscheinen einer bestimmten optischen Vorgabe) bis zur Aktion (richtiges Lösen der optischen Vorgabe) gemessen. Bei jedem Test werden die Reaktionszeiten aller Vorgaben addiert und als Gesamtergebnis ausgegeben.  Um die Leistung der komplexen Reaktionsfähigkeit bestimmen zu können, erscheinen am Bildschirm in 4 vorgegebenen Flächen schwarze Punkte, die vom Probanden so schnell wie möglich in richtiger Konstellation erreicht werden müssen. Die jeweils aufscheinenden Punkte müssen aber gleichzeitig aktiviert werden, da sonst bei geringer zeitlicher Diskrepanz die Vorgabe als nicht gelöst angesehen wird und es durch die Bewegungswiederholung zu einem zeitlichen Verlust kommt. Der Proband hat maximal drei, aber mindestens zwei Tests zu absolvieren. Der beste Versuch wird gewertet und wird Teil des Gesamtergebnisses.

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